Jungbauern reagieren mit Kampagne auf Lebensmittelskandale
Hochwertige Lebensmittel zu Schleuderpreisen kommt dem Glauben
ans Christkind gleich
Wien (AIM - 05.03.2013 14:39 Uhr) Schon seit Jahren versorgen unsere Bäuerinnen und Bauern
die Bevölkerung mit heimischen, gesunden, qualitativ hochwertigen und
naturnah produzierten Lebensmitteln. In den letzten Tagen und Wochen
überschlugen sich aber die Tageszeitungen mit Schlagzeilen und
Berichten über die nach und nach aufgedeckten Lebensmittelskandale.
Die Jungbauernschaft will dabei aber nicht nur zusehen, sondern mit
einer gezielten Kampagne die Konsumenten verstärkt zum Kauf
heimischer Lebensmittel aus regionaler Produktion bewegen. "Wir haben
auf die nun aufkommenden Skandale bereits reagiert und
Einkaufswagenchips produziert, die mit dem Slogan 'In mein Wagerl
kommt nur heimische Qualität' die Konsumenten aufklären und
sensibilisieren sollen", so Stefan Kast, Bundesobmann der
Österreichischen Jungbauernschaft - Bauernbund Jugend.
Bereits im vergangenen Jahr setzte die Jungbauernschaft einige
Aktionen und Projekte zum Thema "Heimische Lebensmittel" um. So sind
etwa über 200 Jungbauern beim Vienna City Marathon unter dem Motto
"Genial regional - mit heimischen Lebensmitteln geht's schneller"
mitgelaufen. Jetzt will die Jugendorganisation des Bauernbundes die
Konsumenten auf die Wertigkeit österreichischer Produkte aufmerksam
machen. Die Jungbauernschaft fordert daher Gesundheitsminister Stöger
auf, "endlich Nägel mit Köpfen" zu machen und neue, schärfere
Kennzeichnungsregeln rasch umzusetzen. Denn eine klare
Herkunftsangabe, die jegliche Verwechslungsmöglichkeiten ausschließt,
sei unabdingbar. Es müsse eindeutig und problemlos erkennbar sein, wo
der Ursprung der Rohstoffe liege. Das AMA-Gütesiegel solle dabei aber
nicht untergraben werden.
"Von großer Bedeutung ist aber auch, dass die Konsumenten nicht
aus der Pflicht genommen werden, denn auch diese müssen hinterfragen,
woher etwa die Erdbeeren in ihrem Joghurt kommen. Erst dann können
sie entscheiden, ob sie sich Marmelade aus einem anderen Kontinent
oder doch lieber aus der Region auf ihr Brot schmieren wollen", so
Kast weiter.
Bedenklich stimmen Kast auch die neuesten Umfragen und Statistiken
im Bereich der Haushaltsbudgets. "Die Bevölkerung gibt immer weniger
Geld für Lebensmittel aus, will gleichzeitig aber die besten Produkte
haben. Hochwertige und qualitative Lebensmittel zu Schleuderpreisen
kaufen zu können, kommt dem Glauben ans Christkind gleich", zeigt der
Bundesobmann die Realität auf.
Ein noch größeres Problem sieht der 29-jährige Winzer in der
aktuellen Lebensmittelwerbung: "Der Konsument wird durch die Werbung
hinters Licht geführt. Oft werden hierbei Waren als 'aus bäuerlicher
Produktion' deklariert, die jedoch industriell hergestellt werden.
Viele Menschen wissen ja heute nicht mehr, wie die
Lebensmittelproduktion tatsächlich läuft. Hier muss den Konsumenten
schlicht und einfach die Realität aufgezeigt werden. Das 'Ja!
Natürlich'- Ferkel darf nämlich nicht sterben, aber jede Woche wird
das sonntägliche Schnitzel verdrückt."
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Österreichischen Jungbauernschaft - Bauernbund Jugend
Mag. David Süß
Brucknerstraße 6/3, A-1040 Wien, ZVR-Zahl: 359301500,
Tel.: +43 1 505 81 73-23, E-Mail: d.suess@bauernbund.at, www.jungbauern.at
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